Die Freude ins Leben einladen

Im letzten Artikel habe ich darüber geschrieben, was Druck in uns macht, aus welchen Gedanken und Verhaltensweisen er entstehen kann und dass er uns die Sicht auf das Wesentliche und unsere innere Wahrheit verdecken kann.
Mir geht es nicht darum, den Druck weg zu machen. Nein. Denn ich glaube, Druck wird jeden ab und zu von Zeit zu Zeit einholen.
Mein Interesse liegt daran, die Lücke zwischen diesen Zeiten mit etwas Angenehmerem zu füllen und auszudehnen. Zu vergrössern und vor allem ihr bewusst Beachtung schenken.


Ich fokussiere mich auf die Lücke dazwischen

Unser Leben ist wellenförmig. Mal oben, mal unten; mal hoch, mal tief; mal Entspannung, mal Druck. In Krisen- oder Stresssituationen haben wir vielmals die Tendenz uns auf das Unliebsame, Unangenehme, auf das was wir nicht haben wollen, was in unseren Augen nicht gut ist, zu konzentrieren. Wir bekämpfen es, manchmal beschimpfen oder verurteilen wir es, oder wir beklagen uns darüber und merken, wenn es still in uns ist und wir ganz ehrlich zu uns selbst werden können, damit wird es nicht besser. Wir fühlen uns auch nicht besser.
Wir glauben "vermeintlich" dadurch werde etwas besser. Vielleicht gab es eine gewisse Entspannung im Moment des Druck ablassens. Doch im Endeffekt hat sich nichts verbessert oder verändert. Im Gegenteil es hat sich meistens noch verstärkt. Dann kann sich auch noch der Gedanke "es wird immer schlimmer" einnisten, Selbstzweifel können aufkommen und der Kreislauf ist komplett.

Du bist nicht falsch

Es ist eine Sache des Fokus und der Ausrichtung.

 

Was heisst das?

 

In dem Moment, in dem ich mich auf die Lücke dazwischen, auch wenn sie mir noch so klein erscheinen mag, beginne zu konzentrieren, entsteht die Möglichkeit, das Ganze zu drehen.

 

Sobald ich die Aufmerksamkeit auf die Momente, Zeiten, Situationen, Gegebenheiten richte, in denen es leicht ist, angenehm ist, in denen ich glücklich bin und Freude empfinde, kann mehr davon entstehen.

 

Sobald es mir gelingt, all diese Dinge, vielleicht kleinen bis anhin unbedeutenden Dinge zu bemerken, wertzuschätzen, ja sogar abzufeiern, dankbar zu sein, beginnt ein Wandel in mir selbst.

Wenn ich nicht weiss, was mir Freude macht

Wenn lange Zeit der Fokus auf das Unangenehme, Unliebsame gerichtet war, ist es zu vergleichen, wie mit einer Schnellstrasse. Blitzschnell lenken unsere Gedanken immer wieder dort ein, wenn wir sie nicht aufhalten. Das andere ist vielleicht noch unbetretenes oder lange Zeit nicht beachtetes Terrain.

Dieser neue Weg muss zuerst hergestellt werden...

Indem wir uns zuerst für diesen Weg entscheiden, dann ihn hegen und pflegen, ausbauen und uns Gedanken darüber machen, wie wir ihn haben möchten. Was uns gefällt, mit welchen Blumen wir ihn schmücken wollen, mit welchen Menschen wir uns da gerne treffen und an welchen Orten er durchführen möge. Was wir dort erleben möchten, was unseren neuen Zielen und neu gewählten Möglichkeiten dient und was nicht und können so Schritt um Schritt diesen neuen Weg gehen.

Das kann Veränderungen mit sich bringen

die sich nicht immer nur gut anfühlen.

Doch mit der Zeit wird sich das legen.

 

Das Neue wird zur Gewohnheit und unser inneres System kann in den grünen Bereich einkehren.

 

Und dieser Zustand entspringt vielmals einer bewussten Entscheidung, die in diesem Fall lauten kann;

Ich lade ab jetzt die Freude in mein Leben ein

Die Freude ist herzlich willkommen in meinem Leben

Ich lade mehr Freude in mein Leben ein

Freude strömt in mein Leben

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Freude im Leben.

 

Herzlichst

Anita Keller-Frei    

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Kommentare: 2
  • #1

    Ela (Sonntag, 25 Juni 2017 21:23)

    Ein wunderschönes Foto. Vielen Dank für diese Worte.

  • #2

    Anita (Montag, 26 Juni 2017 21:41)

    Liebe Ela
    Das freut mich, dass dir das Bild gefällt. Herzlichen Dank für DEINE Worte.